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07.09.2010 - Rechtsprechung für Detekteien: verdeckte Videoobservation

Oft ist die verdeckte Videoobservation der einzige Weg für Unternehmer Angestellte, die stehlen, zu enttarnen. Die Regierung untersagt jetzt Unternehmen, Mitarbeiter heimlich per Video zu filmen. Hiervon sind Einzelhandel und die Arbeitgeberverbände wenig begeistert

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition reagierte damit auf eine Reihe von Skandalen bei Unternehmen wie der Deutschen Bahn und Lidl. In letzter Zeit wurden immer wieder Fälle bekannt, in denen Mitarbeiter ohne ihr Wissen gefilmt wurden. Hierbei waren allerdings auch bedeutende Persönlichkeitsrechte verletzt worden. Normalerweise werden Detekteien nur bei begründetem Verdacht, wenn die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt und wenn Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers nicht grob verletzt werden in dieser Hinsicht tätig. Zum Beispiel sind natürlich Umkleideräume und Toiletten tabu. Auch die Zustimmung des Betriebsrates ist einzuholen.

Das beste Beispiel für erfolgreiche, verdeckte detektivische Arbeit waren in der Vergangenheit die Dokumentation von Kassenbewegungen und die Aufdeckung von Lagerdiebstählen, wenn andere Mittel keine Klärung herbeiführen konnten.

Wie der Arbeitsrechtsexperte des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, Thomas Bade, dem Radiosender MDR in einem Interview mitteilte, wann sein Verband eine verdeckte Videoüberwachung von Mitarbeitern für sinnvoll halte - zum Beispiel bei der Überwachung von Lagerräumen. Es gebe Situationen, wo man mit den normalen Ermittlungen nicht mehr weiterkommt, meinte Bade. Versteckte Videokameras seien da der letzte Weg zur Täterermittlung. Laut dem neuen Gesetzentwurf ist eine Überwachung ohne Wissen der Mitarbeiter künftig untersagt.

Reinhard Göhner, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat ebenfalls Nachbesserungen gefordert. So müssten Vereinbarungen zwischen Unternehmen und Betriebsräten weiter möglich sein. Der Datenschutz dürfe kein Täterschutz sein.

27.08.2010 - Detektivschule: Tarnung und Legendierung

Bei einem Observanten wird die Veränderung seines äußeren Erscheinungsbildes überwiegend durch Formen optischer Täuschung erzielt. Ein Wechsel der Oberbekleidung (Jacke, Mantel, Arbeitskleidung) sollte beispielsweise in Kombination mit einer Kopfbedeckung (Mütze, Kappe) und gegebenenfalls einer Brille erfolgen.

Grundsätzlich muss die Tarnung auch zur Persönlichkeit des Detektiven passen, klischee- oder szenebehaftete Utensilien (Lederjacke, stark getönte Sonnebrillen) sind zu vermeiden. Das Mitführen von unterschiedlichen Gegenständen und Behältnissen (Werkzeugkoffer, Taschen, Beutel) gepaart mit dem entsprechenden Äußeren (Handwerker, Einkäufer) wirkt abschwächend muss aber in Situation und Umfeld passen.

Der Detektiv sollte grundsätzlich bei der Observationsbekleidung unauffällige Farben bevorzugen, schwarz vermeiden, keine Kleidung mit Mode- und Signalfarben. Neutrale Farbtöne (beige, grün, grau, braun) sind geeigneter.

Detektei-Observanten, die durch ihr Handeln eine plausible Erklärung vermitteln, werden von ihren Mitmenschen eher akzeptiert als jene Personen, die sich ohne ersichtlichen Grund im Blickfeld anderer aufhalten. Der Detektiv sollte seinen Aufenthalt im Beobachtungsraum so gestalten, dass die Handlungen muessen für dritte schlüssig und nachvollziehbar sind.

Wird fortgesetzt

11.08.2010 - Detektive auf dem Trödelmarkt 3 (Fortsetzung und Ende)

Wie auch in der Vorwoche trafen die Detektive bereits um 04.00 Uhr in Duisburg an der Adresse des G. ein. Der Opel Omega stand vor dem Haus, auf der Ladefläche standen 2 Kartons einer bekannten Shampoo-Marke.

Um 04.15 Uhr fuhr G ab und erreichte um 04. 41 Uhr das Gewerbegebiet. Hier setzte er vor das Hallentor und schloss die Halle auf. Dann kuppelte er einen Anhänger an. Da es noch dunkel war, konnte weiteres nicht genau beobachtet werden, aber offensichtlich belud er den Anhänger.

Um 05.02 Uhr fuhr G. mit dem Gespann wieder aus dem Gewerbegebiet heraus.

Die Fahrt ging wieder nach Düsseldorf zum Trödelmarkt auf dem Aachener Platz, wo er sich wieder mit anderen Trödlern zusammensetzte und erst einmal frühstückte.

Dann baute G. seinen Stand auf: die gesamte Körperpflegemittel-Palette war vertreten: Shampoo, Haargel, Duschgel, Deo’s, Duftwässerchen, Seife, Flüssigseife etc, insbesondere der Marke des Auftraggebers.

In der Folge dokumentierten unsere Detektive den Verkauf der Produkte.

Um 10.25 Uhr traf dann der Werksleiter des Auftraggebers mit mehreren Polizeibeamten und einem Durchsuchungsbeschluss ein. G. wurde zur Rede gestellt und gestand, die Ware gemeinsam mit einem Komplizen aus dem Lager Duisburg über Monate hinweg rausgeschafft zu haben. Unsere Detektive führten die Beamten zur Halle in Duisburg, hier wurde die restliche Ware sichergestellt:

Auftrag erfolgreich abgeschlossen!!

02.08.2010 - Detektive auf dem Trödelmarkt 2 (Fortsetzung)

Um 16.30 Uhr hatte G. seinen Stand abgebaut und die Ware in den Anhänger verladen.

Um 16.35 Uhr fuhr er vom Trödelmarkt in Düsseldorf ab und kam um 17.17 Uhr in dem Gewerbegebiet im Duisburger Süden, nur wenige Autominuten von seiner Privatadresse an. Hier wurde er bereits von einem der Detektive erwartet. Jetzt konnte beobachtet werden, dass er neben eine Lagerhalle fuhr und den Anhänger rückwärts vor ein Tor rangierte. Dann begann er die Kartons mit Shampoo’s, Deo’s, Flüssigseife, Duschgels etc auszuladen und in die Halle zu bringen.

Um 17.32 Uhr verschloß er die Halle und fuhr ab. Der Detektiv hatte den gesamten Entladevorgang aus einem Gebüsch heraus auf Video dokumentieren können.

Auf dem Rückweg holte G. sich noch eine Pizza und war um 18.03 Uhr wieder zu Hause.

Am Montag brachten die Detektive dem Auftraggeber die auf dem Trödelmarkt gekaufte Ware. Bereits am nächsten Tage hatte er sie als sein Eigentum identifiziert, auf dem Video das auf dem Trödelmarkt gedreht worden war, konnte er sogar einige Behälter identifizieren, die speziell angefertigt worden waren und die von G. als Verkaufsbehälter benutzt wurden.

Es wurde beschlossen, am kommenden Samstag die Aktion erneut durchzuführen. Die Detektive sollten umgehend den Auftraggeber benachrichtigen, wenn G. wieder auf dem Trödelmarkt verkaufen würde. Dann sollte auch die Polizei hinzugezogen werden um die Halle in Augenschein zu nehmen. Gemeinsam mit dem Auftraggeber setzen sich die Detektive mit der Polizei zusammen und stimmten die Einsatzstrategie für das kommende Wochenende ab.

Fortsetzung folgt !

22.07.2010 - Detektive auf dem Trödelmarkt 1

Dem Werksleiter eines großen Herstellers von Pflegemitteln im Großraum Duisburg war es über einen anonymen Brief zugetragen worden: Der Lagermitarbeiter Bernd G. soll auf einem großen Parkplatz in Essen gesehen worden sein, wie er einen Karton mit Shampoo und zwei weiteren Kartons mit Flüssigseife dem Fahrer eines weißen Lieferwagens mit Gelsenkirchener Kennzeichen übergab. Der Werksleiter wandte sich daher an die Detektei Detective Astor um Beweise zu sichern, dass die Ware auch tatsächlich aus dem Bestand des Werkes stammt, zumal in letzter Zeit erhebliche Differenzen in den Lagerbeständen aufgetreten waren.

Da die Zielperson die ganze Woche arbeiten musste, entschied die Detektei nach Absprache mit der Werksleitung den Lagermitarbeiter an einem Samstag zu beobachten, zumal auf Trödelmärkten vereinzelt Ware des Auftraggebers aufgetaucht war.

Die Detektive begannen bereits um 04.00 Uhr in Duisburg an der Adresse des G. mit der Beobachtung, Trödler sind Frühaufsteher. Tatsächlich kam der G, auch bereits um 04.37 Uhr zu seinem Fahrzeug, einem Opel Omega mit Anhänger Kupplung. G, fuhr ab, die Detektive folgten.

Um 04.48 Uhr fuhr der G. in ein Gewerbegebiet, da es noch dunkel war und sich kein weiteres Fahrzeug im Umkreis befand, ließen die Detektive zunächst von ihm ab und einer der Privatdetektive ging vorsichtig zu Fuß die Straße entlang in das Gewerbegebiet hinein. Wenig später kam ihm schon der G. mit seinem Omega entgegen, jetzt war ein Anhänger mit einer blauen Plane angekuppelt.

Der andere Detektiv, der draußen gewartet hatte, wartet, bis G. wieder auf der Durchgangsstraße eingebogen und folgte dann. Die Fahrt ging auf die Autobahn A 40, dann auf die A52 und bis nach Düsseldorf zum Aachener Platz. Hier findet wöchentlich ein großer Trödelmarkt statt, trotz der frühen Uhrzeit waren bereits einige Personen zugegen, die sich offensichtlich kannten. G. gesellte sich dazu und man frühstückte erst einmal gemeinsam.

Um 07.55 Uhr hatte G. seinen Stand aufgebaut, er bot von Shampoo über Spülungen, Seifen, Duschgels, Rasierschaum die gesamte Körperpflegemittel-Palette an. Darunter auch Erzeugnisse des Auftraggebers.

Um 09.20 Uhr kaufte einer der Detektive einige Erzeugnisse, um 10.38 Uhr der andere. Anhand der EAN – Nummern sollte der Auftraggeber versuchen festzustellen, woher die Ware genau stammte. Die gesamte Ware, die er auf dem Stand anbot, wurde über eine verdeckte Videokamera von den Detektiven dokumentiert.

Um 15.55 Uhr begann G. mit dem Abbau des Standes. Einer der Detektive hatte sich zwischenzeitlich zurück nach Duisburg in das Gewerbegebiet begeben, in dass G. am Morgen gefahren war und den Anhänger geholt hatte.

Fortsetzung folgt !

29.06.2010 - Privatdetektive ermitteln in Unterhaltsangelegenheit in Dortmund

Nach der Scheidung überreichte Frau G. ihrem Mann ein Attest, dass sie wegen eines Augenleidens nicht arbeiten könne. Jahrelang zahlte er brav seinen Unterhalt. In den letzten Monaten stellte Herr G. fest, dass sie vormittags telefonisch nicht erreichbar war. Am Nachmittag war sie hingegen meist zu Hause. Da seine Ex früher Mal eine Modeboutique betrieben hatte, nagte in ihm der Verdacht, dass diese wieder arbeiten gehen könnte. Über das Internet fand er die Rufnummer der Detektei Detective Astor für Dortmund und beauftragte die Privatdetektei, der Sache nach zu gehen.

Um 07.00 Uhr morgens begannen die Detektive mit der Beobachtung in Dortmund. Der kleine rote Sportwagen von Frau G. stand in einer Nebenstraße geparkt.

Um 09.12 Uhr kam Frau G. zu ihrem Fahrzeug und fuhr ab. Die Detektive folgten.

Um 09.19 Uhr hielt sie an einer Tankstelle und betankte ihr Fahrzeug.

Um 09.32 Uhr fuhr sie in der Innenstadt von Dortmund in das Parkhaus und kam um 09.36 Uhr zu Fuß aus dem Parkhaus heraus. Sie ging die Straße weiter und erreichte um 09.43 Uhr die Modeboutique Bellejour („Name geändert“). Diese schloss sie auf und betrat den Laden.

Um 09.48 Uhr stellte rollte sie einen Kleiderständer vor den Laden (dieser Vorgang und weitere wurden durch die Privatdetektive mit Fotos und Video dokumentiert).

Um 09.58 Uhr erschien eine jüngere, blonde Frau und betrat den Laden.

Um 10.13 Uhr kam diese Frau aus dem Laden, rauchte eine Zigarette und verschwand wieder im Geschäft.

Um 10.44 Uhr kam eine ältere Dame zum Geschäft, wenig später kam Frau G. aus dem Laden, nahm eine Jacke vom Kleiderständer und brachte sie in den Laden.

Um 11.02 Uhr kam die ältere Frau wieder aus dem Laden, sie trug jetzt eine Plastiktüte in der Hand mit dem Label der Boutique.

Um 11.23 Uhr betrat einer der Detektive den Laden und wandte sich direkt an Frau G., die hinter der Ladentheke stand, während die jüngere Frau einen Karton ausräumte. Der Privatdetektiv sprach Frau G. an, er suche ein Halstuch für seine Frau. Frau G. zeigte dem Detektiven mehrere Exemplare und beriet ihn bezüglich Farbe und Aussehens. Dann kaufte der Detektiv eines der Halstücher und ließ sich von Frau G. den Kauf handschriftlich quittieren.

Um 11.44 Uhr verließ der Detektiv den Laden.

Um 12.25 Uhr betrat der zweite Detektiv (eine unserer weiblichen Privatdetektive) den Laden und konnte bei Frau G. ein Paar Wollstrümpfe erstehen. Auch dieser Kauf wurde von Frau G. quittiert.

Um 14.05 Uhr verließ Frau G. den Laden und die Detektive übermittelten ihr Arbeitsergebnis (Fotos und Bericht) an Herrn G. Dieser wollte sich bei seinem Anwalt erkundigen, ob die Beobachtungen der Detektei ausreichend wären oder ob ein weiterer Einsatz erfolgen sollte.

14.06.2010 - Detektei Unternehmensgruppe Detective Astor / Detective Condor

Die Detektei Unternehmensgruppe Detective Astor/Condor gliedert sich in 6 rechtlich selbständige Firmen, die untereinander vernetzt sind und ihre Detektei-Büros mit den einzelnen Firmensitzen in ganz Deutschland unterhalten:

Detektei Detective Astor in Nordrhein Westfalen:
40210 Düsseldorf, Charlottenstr. 75, Tel.: 0211 - 1786229
44139 Dortmund, Ruhrallee 9, Tel.: 0231 - 92691207
50667 Köln, Hohenzollernring 84, Tel.: 0221 - 96870976

Detektei Detective Astor in Niedersachsen, Schleswig Holstein, Bremen und Hamburg:
20095 Hamburg, Glockengießerwall 17
30519 Hannover, Grazerstr. 2

Detektei Detective Astor für Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen Anhalt und Mecklenburg Vorpommern:
04115 Leipzig, Georg Schumann Str. 79
10117 Berlin, Friederichstr. 90

Detektei Detective Condor für Hessen, Rheinland Pfalz und das Saarland:
68165 Mannheim, Am oberen Luisenpark 15

Detektei Detective Condor für Baden Württemberg:
70536 Stuttgart, Hauptstr. 16

Detektei Detective Condor für Bayern:
80807 München, Knorrstr. 21

Bitte, wenden Sie sich bei allen Anfragen an Ihren persönlichen Detektei Berater Karl G. Schäfer, am besten unter der gebührenfreien Beratungsnummer 0800 4411144. Herr Schäfer wird Sie vorab unverbindlich über Einsatzmöglichkeiten und Kosten informieren und steht in direkter Verbindung mit den einzelnen Büros der Detektei – Unternehmensgruppe.

17.05.2010 - Detektiv - KnowHow: Auszug aus dem Handbuch für Privatdetektive

Detektei – Fachkunde: Observationsgrundregeln
Hier: Observation mit Fahrzeugen (Auszüge)
Die Observation einer Zielperson mit Fahrzeug bedarf in der Regel mindestens 2 Einsatzfahrzeuge mit entsprechenden Observanten der Detektei. (Zum Vergleich: Polizeiliche Einsatzkräfte observieren mit mindestens 8 Einsatzfahrzeugen und 15 Observanten.)

Eine stabile Kommunikation zwischen den Detektiven durch Funk ist immer zu gewährleisten, da nur das direkt dem Zielfahrzeug folgende Einsatz-Kfz direkten Sichtkontakt hat („A oder Alpha-Position“) und das nachfolgende Einsatz-Kfz nachzieht.

Die Observations-Kfz fahren in Reihe hinter dem Zielfahrzeug. Der unauffällige Tausch der Alpha Position erfolgt während der Fahrt an verkehrsgünstigen Punkten, z. B. Kreuzungen, Einmündungen. Dann übernimmt das B – Fahrzeug die A – Position und das zuvor in A – Position fahrende Fahrzeug fällt zurück. Im Idealfall sind 3 Fahrzeuge zu wählen.

Hält das Zielfahrzeug an, fährt der Detektiv im A – Observationsfahrzeug weiter und das oder die nachfolgenden Einsatz – Kfz übernehmen die weitere Observation. Auch ein Geschwindigkeitswechel des Zielfahrzeuges erfordert einen Wechsel der A und B – Positionen.

Hält das Zielfahrzeug für längere Zeit an so bilden die Detektive eine sogenannte Obervationsglocke um das Zielfahrzeug und sichern die verschiedenen Abfahrtsrichtungen ab.

Natürlich müssen die Detektive häufiger ihre Position wechseln um nicht als ständig folgendes Fahrzeug für die Zielperson erkennbar zu sein. Insbesondere könnte die Zielperson durch häufigen Blick in den Rückspiegel auf ein folgendes Fahrzeug aufmerksam werden. Kritische Punkte sind vor allem Verkehrsampel. Wird der Detektiv an dieser Stelle von der Zielperson getrennt kann er sie nur schwer wieder einholen.

03.05.2010 - Detektiveinsatz im Arbeitsrecht: Verhängnisvoller Bienenstich

Wirtschaftskreis lädt Rechtsanwalt und Detektiven ein: Tipps für korrekte Kündigungen / Detektiv im Betrieb

Juristische Fallstricke gibt es reichlich für den Arbeitgeber, möchte dieser seinen Angestellten vor die Tür setzen. Über die formal korrekte Kündigung informierte der Anwalt Thomas Wendt – vorbeugend – eine aufmerksame Runde von Interessenten aus Handel und Wirtschaft.

Entlassungsgründe reichen von Betriebsspionage, Unterschlagung, Schmiergeldannahme, Vorlage falscher Zeugnisse bis hin zum klassischen „Blaumachen“. Wendt erläuterte: „Ein Arbeitsgerichtsprozeß ist zwar die Ausnahme – meist kommt es zu einer einvernehmlichen Einigung – doch kommt es wirklich zu einem Prozeß, ist es kaum zu fassen, wie viele Fehler mancher Arbeitgeber macht.“ Dabei könne man die Behauptung eines Arbeitnehmers, er habe die Kündigung nicht fristgemäß oder überhaupt nicht erhalten, durch Brief-Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher vermeiden. Auch schwammige Formulierungen wie “Wir beabsichtigen uns von Ihnen zu trennen“ seien zu vermeiden, stattdessen Roß und Reiter beim Namen zu nennen.

Ist die Beweislast gegen einen Angestellten eindeutig, versteht das Arbeitsgericht meist keinen Spaß. Der Anwalt skizzierte den so genannten „Bienenstich-Fall“ als Beleg: Eine Bäckereifachverkäuferin kam morgens nüchtern vom Arzt, hatte entsprechend Kohldampf, genehmigte sich ein Stück Bienenstich und wurde vom Bäcker dabei erwischt – die fristlose Kündigung folgte. Das Arbeitsgericht gab dem Bäcker recht. Grund: Die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses sei aufgrund des Vertrauensbruchs unzumutbar.

Um seinen Angestellten des Fehlverhaltens zu überführen, greifen Arbeitgeber in jüngster Zeit auch zu anderen Mitteln, etwa dem Einsatz von Detektiven. Karl Schäfer, Geschäftsführer der Detektei Astor, berichtete von seinem Arbeitsalltag. Der Missbrauch der ‚erschlichenen Lohnfortzahlung´ ist seiner Ansicht nach gang und gäbe. Wer ein ärztliches Attest besitzt, es aber vorzieht, seine Zeit auf dem Tennisplatz zu verbringen, muß also verstärkt damit rechnen, dass sein Chef ihm Schäfer und Co auf die Fersen hetzt. Die überführenden, fein säuberlich aufgelisteten Fakten des Detektivs – teilweise über Wochen zusammengetragen – seien vor Gericht zulässig, versicherte Schäfer. Verliere der Arbeitnehmer einen anschließenden Prozeß, müsse er nicht nur Prozeß- und Anwaltskosten bezahlen, sondern eventuell auch noch das Detektivhonorar – schwere Zeiten für „Blaumacher“.


20.04.2010 - Detektei Astor Köln überführt Krankfeierer, der Taxi fährt

Im Kollegenkreis war es schon lange bekannt: Hassan T.(* Name geändert) erschien meist freitags nicht zur Arbeit. Es wurde gemunkelt, dass er für seinen Bruder, der ein Taxiunternehmen in K. betreibt, als Fahrer arbeitet. Dies kam auch dem Betriebsleiter des metallverarbeitenden Betrieb, in dem T. beschäftigt war, zu Ohren, der daraufhin bei der nächsten Krankmeldung die Detektive der Detektei Astor Niederlassung Köln einschaltete. Am Freitag morgen begann die Detektei um 05.00 Uhr mit der Beobachtung. Hier der Bericht der Detektei:

Um 05.00 Uhr wurde mit der Beobachtung an der Wohnadresse des T. begonnen. Es handelt sich um 8 Parteienhaus, laut Klingelleiste müsste der T. die 4. Etage rechts wohnen.

Um 05.22 Uhr ging Licht in der 4. Etage an.

Um 05.48 Uhr fuhr ein Taxi mit dem Kennzeichen K – XX 000 vor, der Fahrer stieg aus und klingelte am Haus. Wenig später kam ein Mann aus dem Haus. Dieser wird wie folgt beschrieben: ca 45 Jahre, ca 175 cm groß, kurze schwarze Haare, schon etwas schütter, auffälliger Schnauzbart, leicht wiegender Gang. Ein Foto vom T. lag den Detektiven nicht vor, aber die Beschreibung passte auf den T. Der Mann und der Fahrer begrüßten sich, dann stieg der vermutliche T. ins Taxi und fuhr ab, die Detektive folgten. Es konnte noch erkannt werden, dass der vorherige Fahrer ins Nachbarhaus ging.

Das Taxi fuhr zur K.-Straße, hier befindet sich ein Taxistand. Dort reihte sich der vermutliche T. ein, es standen noch 3 weitere Taxen am Stand..

Um 06.22 Uhr hatte T. offensichtlich eine Fahrt, er machte seine Zigarette aus und fuhr ab. Die Fahrt ging in die Innenstadt, hier über den R. Platz und dann weiter über die D. Brücke. Vor einer dunkelgelben Ampel gab er richtig Gas, keine Chance für die Detektive hinterher zu kommen, ohne andere Verkehrsteilnehmer (und sich selbst) zu gefährden, zumal ein vorausfahrendes Fahrzeug noch abbremste.

Die Detektive kehrten zum Taxistand zurück, um 07.02 Uhr kehrte auch T. wieder zurück.

Um 07.33 Uhr fuhr T. wieder ab, die Fahrt ging zur C. Allee, wo er eine bereits auf der Straße wartende, elegant gekleidete Dame abholte. Er lud deren – offensichtlich schweren - Koffer in den Kofferraum (siehe hierzu Video), hielt ihr galant die Tür auf und fuhr sie dann zum Flughafen, Ankunft hier um 08.25 Uhr. Dort öffnete er den Kofferraum und stellte den Koffer auf den Gehweg.

Dann fuhr T. wieder zurück zur K-Straße und nahm hier direkt um 09.05 Uhr die nächste Fahrt auf. Die Ermittler folgten ihm zur B.-Straße, hier hielt er vor dem Haus 63 (*Hausnummer geändert) und klingelte. Eine ältere Dame mit Rollator kam aus dem Haus und T. half ihr ins Taxi.

Um 09.23 fuhr T. ab, die Fahrt ging zur Gemeinschaftspraxis ABC im Stadtteil M-dorf auf der D-Straße. Hier stieg die Dame aus, T. begleitete sie noch bis zum Eingang der Praxis.

Um 09.45 Uhr fuhr er zurück zum Taxistand

In den folgenden Stunden konzentrierten sich die Detektive darauf, die An- und Abfahrt von T. vom Taxistand zu dokumentieren. Die Observation eines Taxis in der Innenstadt ist problematisch und es sollte unter allen Umständen vermieden werden, dass T. die Observation erkennen würde. T. fuhr noch 9 x vom Taxistand ab, die Abfahrt und Rückkehr wurde jeweils von den Detektiven per Video und Foto festgehalten. Ein aus dem Einsatz dem Auftraggeber per email übermitteltes Foto hatte im übrigen die Identität von T. bestätigt.

Um 13.35 Uhr war sein Arbeitstag offensichtlich beendet, denn der Mann, der ihm am morgen das Taxi gebracht hatte, wurde von einem blauen Opel Corsa am Taxistand abgesetzt, setzte sich zu ZP ins Taxi und gemeinsam fuhren sie zur Privatadresse von T. Hier verblieben sie noch etwa 5 Minuten im Taxi, ZP stieg dann aus, der unbekannte Mann wechselte auf den Fahrersitz und ZP ging ins Haus.

Um 13.55 Uhr wurde der Einsatz beendet.








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